Wenn Kommunikationsräume zu Inspirationsquellen werden

Lisa O'Connor-The, Kommunikationsberaterin & Innovationstrainerin

 

Egal ob zu Hause, unterwegs oder am Arbeitsplatz: Wir bewegen uns permanent durch Kommunikationsräume. Manche sind virtuell, die meisten sind alltäglich, viele nehmen wir gar nicht wahr. Offensichtliche Kommunikationsräume sind Großraumbüros, Auditorien oder Besprechungszimmer. Aber tauschen wir uns nicht oft schon auf dem Weg zum Meeting mit unseren Kollegen aus? Im Nu wird so ein unscheinbarer Flur zu einem vielleicht entscheidenden Kommunikationsraum. Oder die Kaffeeküche. Oder der Fahrstuhl.

 

Kommunikationsräume dienen dazu, Informationen auszutauschen. Von Mensch zu Mensch natürlich, aber auch von Gebäude zu Mensch in Form von Wegweisern oder Info-Tafeln oder auch von Straße zu Mensch, wenn wir Ampeln und Verkehrsschildern begegnen. Sie schaffen Orientierung und den Rahmen, in dem wir uns in unserem Alltag und unserer täglichen Arbeit bewegen. Wie also müssen Kommunikationsräume in einer modernen Arbeitswelt beschaffen sein? Was brauchen sie, um unsere Kreativität zu fördern und unseren Innovationsgeist zu wecken?

New Work und die digitale Transformation als Raumgestalter

Mit dieser Frage beschäftigt sich auch die Wissenschaft. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum Beispiel stellte nach einer Analyse verschiedener Studien fest: Menschen brauchen offene, flexible Arbeitsumgebungen mit einem Mix aus Einzel- und Teamarbeitsplätzen sowie Räumen zur Erholung und zum sozialen Austausch (Quelle). Solche Konzepte laufen unter dem Schlagwort „New Work“. Nach einer Definition des Fraunhofer Instituts steht New Work für das Bestreben, „innerhalb der Erwerbsarbeit eine Reihe von zukunftsorientierten Veränderungen zu implementieren, deren Realisierung eng mit den Möglichkeiten und Chancen der digitalen Transformation zusammenhängen“ (Quelle).

 

Das klingt zwar etwas abstrakt, ist aber gar nicht so kompliziert: Die Welt verändert sich, wird digitaler, schnelllebiger – darüber sind sich inzwischen alle einig. Der Knackpunkt ist: Die digitale Transformation ermöglicht neue Arbeitsweisen und fordert diese gleichzeitig ein, um überhaupt mit ihr Schritt halten zu können. Damit sich diese neuen Arbeitsweisen entfalten können, brauchen die Menschen die richtigen Werkzeuge – sprich: Die Umgestaltung von Arbeits- und Kommunikationsräumen geht mit diesen Veränderungen Hand in Hand.

 

Soweit zur Theorie.  In der Praxis ist das gar nicht so einfach. Nicht jede Arbeit erfordert dieselben Kommunikationsräume, „offene und flexible Arbeitsumgebungen“ sind letztendlich Definitionssache. Mehr denn je müssen sich Vorgesetzte und Mitarbeiter bewusst sein, was sie eigentlich tun, welche Ziele sie verfolgen – und was sie dafür brauchen. Wie freiraum Sie dabei beraten kann, erfahren Sie hier.

Faktor Raumakustik: Wo kommuniziert wird, steigt der Geräuschpegel

Darüber hinaus hört die Gestaltung von Kommunikationsräumen nicht bei der Aufteilung und Einrichtung von verfügbaren Flächen auf. Wir dürfen nicht vergessen, wie viel Zeit wir bei der Arbeit verbringen und was unsere Köpfe dabei leisten sollen. Deshalb spielt neben Faktoren wie Licht, Luft und Ergonomie die Raumakustik eine entscheidende Rolle, damit produktive Umgebungen entstehen können. Denn die Folge von immer offeneren und flexibleren Raumkonzepten ist, dass Flächen verstärkt mehrere Funktionen haben und mit Kollegen geteilt werden. Ein beliebtes Element von New Work-Umgebungen sind zum Beispiel große Besprechungstische als Herzstück von Großraumbüros. Das fördert den Austausch, bedeutet aber auch, dass der Geräuschpegel steigt.

 

Mit cleveren Lösungen können Räume gezielt gedämpft und ihre Akustik gesteuert werden. Schallabsorbierende Deckensegel oder Raumteiler schaffen zum Beispiel Abhilfe bei besonders hellhörigen, hohen Räumlichkeiten. Auch Kunst und individuelle Bilder mit Kundenmotiven können Schall dämmen und das Ambiente positiv unterstreichen. Mehr dazu unter: freiraumakustik.de.

 

So trifft Funktion auf Design: Letztendlich steckt hinter „New Work“ der Wunsch, die Mitarbeiter zu motivieren und sie zu neuen Ideen anzuregen. Dazu gehört auch, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und ihnen die Umgebung schlicht gefällt. Durch ein ansprechendes Design können Kommunikationsräume so zu Inspirationsquellen werden.

Veränderungen im Team anpacken: Create your Space!

Kommunikation und die Räume, in denen sie stattfindet, sind zentraler Bestandteil auf dem Weg zu mehr Innovationskraft und damit Zukunftsfähigkeit in einer digitalisierten Welt. Wo sich Arbeitsweisen ändern sollen, müssen sich auch Arbeitsumgebungen ändern und umgekehrt. Wer hier Veränderungen anstrebt, sollte beide Aspekte deshalb gemeinsam betrachten. Workshopformate wie „Create your Space“ sind ein sinnvoller erster Schritt, um im Team die eigenen Kommunikationsräume und Arbeitsweisen unter die Lupe zu nehmen und Verbesserungspotenziale aufzudecken.

 

Wenn Sie Lust haben, das Thema New Work anzupacken und mehr Freiräume für Ihr Team zu schaffen, kontaktieren Sie uns.

Unser Workshop-Angebot finden Sie hier.

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